Seminar „Das kopierende Subjekt: Glanz und Elend der Imitation“

 

Zeit: wöchentlich, Do. 11:00 bis 12:30
Beginn: 19.10.2017
Die Sitzung am 16. November entfällt wegen eines Vortragstermins (wird nachgeholt)
Ort: Berkaer Straße 1 – Seminarraum 003

hier: Programm mit Übersicht der Termine und Lektüren

Jede Form der zeichenhaften Codierung bringt ihre eigenen Formen der Vervielfältigung hervor. Die Forschung zu geschichtlichen „Aufschreibesystemen“ ließe sich daher ergänzen durch die Frage nach den jeweils gängigen „Abschreibesystemen“, nach den zeichentheoretischen und medialen Voraussetzungen des Kopierens. Im Mittelpunkt des Seminars werden jedoch die „Subjekte des Kopierens“ stehen. Damit ist natürlich auch die Tatsache angesprochen, dass sich menschliche Subjektivität generell durch Kopierprozesse, durch Nachahmungen und Identifikationen herausbildet. In der Hauptsache soll es aber, ganz konkret, um die Subjekte gehen, die an die Kopierapparate ihrer Zeit angeschlossen sind: vom mittelalterlichen Skriptorium bis zu den heutigen Agenturen der Datensammlung. Drei Fragenkomplexe werden dabei im Mittelpunkt stehen: 1. Kopie und Autorschaft (Gibt es einen Unterschied zwischen Schöpfung und Wiederholung?), 2. Kopie und Herrschaft (Worin liegt die Macht des Kopisten?), 3. Kopie und Ökonomie (Imitieren kann Arbeit sparen, aber auch verteufelt viel Arbeit machen).

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